Alle diese folgenden Angaben in Textform oder Ablichtugen, sind ohne Gewähr und basieren auf Litaratur, Fotografien sowie Trachtenforschung und Erzählungen.

Es sind Gegenstände aus Privatbesitz oder Leihgaben mit Genehmigung.

  



 

 

                    

           GwandMaanerleit

 

 

 

 

 

 

Hut.Die älterste, Form meiner Kopfbedeckungen ist der breitrandige schwarze Hut mit breitem Samtband, das durch eine große Silber- oder Filigranschnalle zusammengehalten wird. Der Hut in solch einer Form wird bis etwa 1850 getragen.

Im Laufe der Zeit wechselt der Hut in seiner Form vielfach, in den verschiedenartigsten Weiten und Krempenformen tritt er auf. Die Höhe des Hutes ist den Einflüssen der Mode unterworfen.

Übrigens, unter jeder Art von Hut trug der alt.bay. Bauernkopf eine schwarze Zipfelmütze. Hut aus Privatbesitz.

 



 

Gevattersrock. Das Hauptteil in der Festtagstracht der Gevattersrock oder Gehsthintere. Dieser vor allem zum Kirchengang getragen wird.

Originalstück um 1870 aus schwarzem Tuch, geschneidert in einer glockenförmigen Form.

Originalstück um 1870 aus der Gegend um Schrobenhausen. Privatbesitz



 

Joppe. Ein Ersatz für den Gevattersrock, ist die kurze Joppe oder auch Janker der Spencer. Die Joppe wurde niemals zum Gottesdienst getragen und wird als Kleidung für den Sonntagnachmittag wegen seiner bequemen Form bevorzugt.

Meist aus schwarzem Tuch

( Kammgarn )gefertigt, Ärmelenden mit roten oder grünem Leder paspeliert bzw. eingefaßt.

Typische für die Zeit, sehr kurz geschnitten und zweireihig mit Silberknöpfen besetzt.

Originalstück aus Schrobenhausen Mitte/Ende 19 Jhd. Privatbesitz



 

Weste. Leibl, Gilet hochgeschlossen, hier eine zweireihige Form besetzt mit 24 Silberknöpfe Patronae Bavaria 10. Knöpfe sind gerade angebracht, deswegen ist zu vermuten das diese Weste aus dem Aichacher Land stammt.

Leibl mit bogenförmigen Knopfreihen könnten auf das Dachauer Land hindeuten. Gefertigt aus schwarzen Samt ohne Muster.

Originalstück ca. um 1880 Privatbesitz



 

Stiefehos`n. Handgefertigte und vernähte Stiefehos`n aus Hirschleder. Messertascherl farbig bestickt mit den Buchstaben des Besitzers umrandet mit Eicheln.

Die eng anliegende Stiefehos`n des begüterten Bauern besteht aus schwarzen Hirsch oder Bockleder

vorne mit einer Klappe versehen. In einer Zeit Mitte des 19 Jahrhunderts sind die Hosen mit einer weisser Auszier ( Latzblumen ) bestickt. Solch Beinkleider wurden nicht nur im Dachauer oder Aichacher Land getragen, sondern waren in verschiedenen Gebieten und Landkreise zusehen.

Auch wurde sogenannte Dachauer Stiefehos`n mit Ihrem bekannten Froschmaullatz ohne Auszier, getragen.

Um 1905 durch den Einfluss der Mode, kam die lange schwarze Hose aus Kammgarn auf den Markt.

Originalstück Ende 19 Jhd.aus der Gegend um Schrobenhausen. Privatbesitz



 

Foitenstiefe 6 Faiter. Auch am Schuhwerk spiegelte sich wieder der Reichtum des Trägers.

Bis zu 9 Falten waren keine Seltenheit. Mitte des 19. Jahrhunderts kommt der bekannte knöchelhohe Faltenstiefel auf. Der im Bereich der Knöchelgegend Falten in Art einer Ziehharmonika zeigt. Vor dem Faltenstiefel, in den der Schuster in mühevoller Arbeit die Falten zwickte, trug Mann den sogenannten Schaftstiefel im Bereich des Knöchels entstanden durch das Tragen die Falten.

Bekannte Stiefelmacher gab es beispiels in Großberghofen im Dachauer Land, in Pöttmes sowie in Schrobenhausen.

Originalstiefel Ende 19 Jhd. Privatbesitz

 



 

Stiefehoiz.Original Stiefehoiz zum anfertigen der Falten für Faltenstiefel. Hier handelt es sich um ein Stiefehoiz, für einen 5 Faiter ( 5 Falten ). Das Leder wurde gewässert und dann um das Stiefehoiz gebunden. In mühevoller Arbeit wurden dann die Falten von Hand gebunden und gezwickt.

Originalstück Mitte 19 Jhd Privatbesitz

 

Pantoffel. Nicht immer hat man(n) schweres Schuhwerk wie Schaft oder Faltenstiefel getragen.

Wegen Ihrer Bequemlichkeit, griff man oft auf sogenannte Pantoffel zurück. Pantoffel und Sohle aus Leder oftmals sogar mit genagelter Sohle.( Sohlennägel aus Eisen, damit das Leder nicht in direkten Kontakt mit Dreck, Erd oder Feuchtigkeit stand.Gerne getragen zum Abendbier zum Bräu.

Heutzutage gibt es doch auch Hausschuhe.

Nachbau, eines Originals Privatbesitz



 

Portemonnaie. Hier ein alter Geldbeutel, eines Bauer`n oder Metzger`s mit Federkielstickerei.

Originalstück Privatbesitz



 

Bauchranzen. Mitte des 18 Jhd werden die Hosen mit schmalen Gürtel gehalten im Laufe der Zeit wurden die Lederriemen immer breiter. Diese Ledergürtel im Volksmund Bauchranzen gehören zu den ältersten Volkstrachten.  Bauchranzen, Geldkatzen, denen man im 18 Jhd begegnet sind meist mit Zinnstiften oder mit Stickereien aus gespalteten Pfaufederkielen versehen.

Originalstück um 1880-1900 Privatbesitz



 

Schnacklmesser. In das Messertascherl gehörte das silberne oder silberbeschlagene sogenannte Schnacklmesser. Dieses setzte sich zusammen aus einem Klappmesser und einer Gabel die man aus einen Köcher aus Holz oder Bein herausklappen oder ziehen konnte. Die beiden hinteren Teile sind fest mit dem Köcher verbunden und sind nicht beweglich. Um das Besteck vor Verlust zu schützen, wurde es durch einen Sicherungsstift an der Lederhose befestigt. Bekannte Motive von Sicherungsstiften sind kleine silberne Pferde, Hasen oder Eichkatzerl.

Originalstück Mitte Ende 19Jhd. Privatbesitz



 

Schnacklmesser. Es gibt Vermutungen, Aussagen das es sich bei solch Bestecken um sogenannte Kinder-Zieressbesteck handelt. Ich selbst bin der Meinung, das es nichts anderes ist als ein  Brotzeitbesteck. Es ist klein, leicht und passt optimal in den Hosensack oder in die Westentasche. Es besitzt keine Sicherungsschraube und hat keine Bohrungen in dem man es am Messertascherl befestigen kann.

Originalstück um ca. 1850 Privatbesitz.

 

Uhrenkette. Zum Schmuck der Männer gehört die Uhrenkette. Es gab eine sogenannte Schiebekette bestehend aus einer schweren Silberschnur mit Gschlößl und Pferd die man um den Hals trug. Ferner gab es aber auch Panzer oder Schuppenketten mit Anhängern wie.

Pferd, Stier, Taler, Uhrenschlüssel uvm.

Originalstück  Mitte Ende 19Jhd. Privatbesitz



 

Schuberkette zur Männertracht. Auch auf dem obigen original Foto zusehen. Material meist Silber mit Gesamtlängen bis zu 1,80m.

 

Originalstück Mitte 19Jhd. Privatbesitz



 

Aanhänger. Verschiedene Anhänger für Uhrenketten oder Miedergschnürr.

Großes hohles Pferd, Anhänger Motiv Sau zum öffenen, Eichel zum öffnen Inhalt Zigarettenspitze ( Mundstück ). Münztaler, Quastl Eichel, oder Obstkorb für das Miedergeschnürr.

Privatbesitz



 

Fingerringe. Als Ring trug man besonders schwere, große, silberne Ringe (sogenannte Bauernringe) die mit vielen kleinen bunten Steinen, in der Mitte mit einem großen Stein und verschiedenen Zeichen verziert waren.

Orginalstücke Mitte Ende 19Jhd. Privatbesitz